Monatsarchiv: Oktober 2008

Die Männerliste

Ich werde alt! Freitagfrüh, nach dem rituellen Joggingauslüften meines Zigarettenkonsums, erwischte mich der Ischias-Nerv. In prehistorischer Primatenhaltung schlich ich aus der Dusche, teste kurz an, die Tastatur zu treffen oder einen Bleistift zu halten – und gab dann mit einem leichten Fiepen zwischen den Lippen auf. Zeit, darüber nachzudenken, mit freundlicher Unterstützung von Jimmy Beam und meheren unsortierten Packungen aus der Küchenapotheke, dass ich eigentlich nicht mehr soviel Zeit habe, die Punkte auf einer imaginären und pubertären RTL-Männerliste abzuhaken. Dafür habe ich ja jetzt, was ich als moderner Mann verdiene: Ross Antony. Kreischend, heulend, flennend. Danke RTL.

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Neues vom apokalyptischen Reiter.

Sorry, Fans und Freunde meines Reiters. Die letzten beiden Wochen, war wirklich alles sehr eng an Terminen (s. mein Eigenlob-Widget rechts) – und ich wollte am Wochenende nur noch meine Ruhe haben. Dazu war ich etwas überfordert und erschlagen von den aktuellen Ereignissen und der Größe der Zahlen, die sich plötzlich in unserem medialen Äther zeigten: 500 Milliarden Euro hier und 10 Euro Kindergeld da. Beides von den jeweiligen Personen bejubelt, wie ein gerade ankommender Messias auf Bahnsteig 23, Berlin Hbf.

Beim zappen, durch dass vom Literaturpapst exkommunizierte Fernsehen, stosse ich dann auf zwei Zivilfahnder die hinter einer scheinbar betrügerischen HartzIV-Empfängerin her sind – und bekomme ein paar Minuten später die möglichen Abfindungszahlungen eines Bankmanagers mit. Das war etwas zuviel für mein einfaches Gemüt, denn ich fragte mich tatsächlich, was ich denn lieber mitfinanziere: Die Ruhestandvilla eines unfähigen Zockers oder den niedrigen Lebensstandard von ein paar schwarzen, asozialen Schafen. Was lässt mich ruhiger schlafen?

Und zugegeben, ich stehe dem Rettungspaket der Bundesregierung nicht nur negativ gegenüber, frage mich aber doch, warum bei Bildung, Gesundheit etc., monatelang um ein paar Peanuts-Milliärdchen gestritten wird (um im Jargon zu bleiben), wenn, ad hoc, plötzlich hunderte davon zur Verfügung stehen. Für die Menschen, wie die Kanzlerin so gerne betont. Und vorher, worum ging es da? Gummibärchen und ihre Krippenplätze in Tüten?

Ich hatte im Strudel dieser numerischen Gigantomanie kurz meinen Kopf und den Überblick verloren. Behaltet euren – und der nächste Reiter erscheint wieder, voll ey korrekt, am Wochenende. Denn  Rückschläge sind ja dazu da, sich nicht unterkriegen zu lassen – danke an Dieter Konfuzius Bohlen für diese Weisheit. War mir, und sicher allen anderen, glatt entfallen.

Dieser Strip darf gerne an Freunde und Feinde versendet werden. Den Segen des Zeichners habt ihr. Mehr zum Thema Copyright, hier. Die gesammelten Werke des Apokalyptischen Reiters gibt’s hier: zum Reiter …

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Neues vom apokalyptischen Reiter.

Leser die meinen Reiter schon länger verfolgen, wissen um seine Schwäche mit den Eigenheiten unserer modernenen Zeit umzugehen. Die Horde die IHM folgt, ist bereit ihm überallhin zu folgen – verfügt ER doch über eine gewisse monopolistische Stellung im Universum – hat sich aber wesentlich besser an unser 21. Jahrhundert angepasst. Gestählt durch die harte Auswahl in Accessment-Centern und den täglichen Umgang mit Vista, respektive Leopard. Damit ähnelt ER jenen Unternehmern, die schon sehr, sehr lange im Geschäft sind und ihre Mitarbeiter manchmal ganz unschuldig fragen: “Und warum machen wir es nicht wie früher?”

Ein schönes Wochenende und behaltet euren Kopf.

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