Monatsarchiv: November 2008

Kampf der Systeme

Ich habe mir einen neuen Mac gekauft. Mich überzeugen lassen, dass ein großer 24” und endlich ausreichend Arbeitsspeicher, mein (Arbeits-) Leben einfacher und schöner machen wird. Dass hinter mir hübsch leuchtende Hintergründe anfangen zu tanzen und eine chillige Musik spielt, die mein Hirn wie unter LSD kreativ weichkocht und alles sooo “easy” wird. So der Wunsch.

Die Realität sieht etwas anders aus. Mein Arbeitsplatz ist doppelt belegt. Mit altem und neuem Rechner. Mein Leuchttisch wurde umfunktioniert zu einer Ablage “P”, mit drei sich gegenseitig wild bekämpfenden Papierbergen. Mein Scanner will nun so gar nicht mit der neuen Liebe zusammenarbeiten. Die beiden hassen sich wie die Pest. Mein Drucker hat manchmal Sex mit dem neuen System, meldet dann aber Kopfschmerzen und schaltet auf “Ich will meine Ruhe” Modus.

Die Software schreit nach Updates, die eigentlich vorhanden sein sollten, sich aber mit kryptischen Eingabecodes standhaft weigern aktiv zu werden. War es nicht ein Apple mit dem Jeff Goldblum sich in ein Aliennetzwerk gehackt und die Welt gerettet hat? Sieht so aus, als könnte ICH mit MEINEM System noch nicht mal ein Hundebaby vor dem Tierfänger retten. Ich würde es wahrscheinlich eher mit dem Kabelsalat erwürgen. Obwohl, ist doch alles W-Lan – Wellen, die bei mir durch den Raum jetten, sich für Todessterne halten und meinen Router für Aldebaran.

Irgendwie sollte ich auch noch was arbeiten. Die Weihnachtszeit verlangt vermehrt nach hübschen Engeln, Rentieren und Santa Clauses auf Flyern und Postkarten. Sehen auf dem Bildschirm toll aus. Nur warum sieht der Weihnachtmann auf meinem Drucker dann aus, wie ein lila kostümierter Hethe Ledger mit Geschenken?

Ah, Kalibrierung! Aufregend und Schweißtreibend. Galeerensklaverei für Druckerpatronen. Cyan und Magenta haben schon wieder aufgegeben und Schwarz wird es auch nicht mehr lange machen. Egal. Ich halte mich an die Devise von General Patton: Alles nach vorne schmeißen und den Gegner erdrücken. Egal wieviel Papier und Tintenpatronen auf der Strecke bleiben.

Ich bin guter Hoffnung, in naher Zukunft wieder etwas mehr Platz auf meinem Schreibtisch zu haben, als nur meine Maus im Quadratzentimeter bereich bewegen zu können. Sie kämpt, sie beißt. Irgendwo unter dem Berg lauert auch mein Kater. Er hat sich eine gemütliche Höhle eingerichtet. Zurück du den Ursprüngen, als Raubtiere noch aus dem Dschungel sprangen und ihre fette Beute in das Gewirr von Lianen, heute Mehrfachsteckdosen, zogen.

Wenn ich meinen Leuchttisch zurückerobert, meine versprengten Art-Pen Einheiten wieder eingesammelt und die letzte Druckerpartone begraben habe, schaue ich meinem Reiter wieder ins Auge. Nächste Woche.

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Neues vom apokalyptischen Reiter.

Die Welt hat einen neuen Messias. Das ist schön. Doch nicht nur die russische Regierung (u.a.), die pünktlich zur Gratulation ein paar Raketen aufstellten, arbeiten gegen den neuen Präsidenten der USA. Auch ein mittelständisches aber global operierendes Unternehmen, entwickelt schon ein perfiden Plan um, über ein neues Familienmitglied, Einfluss auf obige Person zu bekommen. Ob dies allerdings überhaupt notwendig ist, erscheint bei einem kurzen Blick auf die Menschheit, eher fraglich. Doch wer kann schon von einer Strategie abweichen, wenn das Marketing steif und fest behauptet, dass diese richtig und notwendig ist? Behaltet euren Kopf – und ich wünsche Mr President Barack Obama, viel Glück und Erfolg.

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Dieser Strip darf gerne an Freunde und Feinde versendet werden. Den Segen des Zeichners habt ihr. Mehr zum Thema Copyright, hier. Die gesammelten Werke des Apokalyptischen Reiters gibt’s hier: zum Reiter …

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Neues vom apokalyptischen Reiter.

Halloween ist vorbei. Eine gute Gelegenheit dem Reiter einen Break zu verschaffen und mal wieder eine kurze Geschichte, ohne politischen, kulturellen oder sonstigen Hintergrund zu bringen. Eine Geschichte rein um des ZING und eines flotten Spruch willens. Und, ok, zugegeben, mit einem Hauch an Modekritik.

Ich gebe übrigens aller Kritik von Fans und Lesern recht: dies ist ein Comicblog, der von mir unregelmässig und mit allerlei Ausreden ob der Regelmäßigkeit, gefüttert wird. Ganz unabhängig von meinem Ober-, Unter-, Mittel-, Quer-, Horizontal-, Vertikal-, Sahne-, Lasagneschicht-Verhalten als Fernseh- und Internetkonsument. Als “unbekannter” und werbefreier Cartoonist (außer meinen Ego-Widgets) genieße ich die Freiheit, produzieren, konsumieren und kommentieren zu dürfen, wie ich möchte ;-)

Behaltet euren Kopf und vergesst nicht eurem Humor, hin und wieder, einen freundlichen Klapps auf die Schulter zu geben. Ich wünsche eine erfolgreiche und erfreuliche Woche!

Dieser Strip darf gerne an Freunde und Feinde versendet werden. Den Segen des Zeichners habt ihr. Mehr zum Thema Copyright, hier. Die gesammelten Werke des Apokalyptischen Reiters gibt’s hier: zum Reiter …

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