Monatsarchiv: Februar 2009

Blickwinkel der Macht

“Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie.” Zitat Philipp Mißfelder – Junge Union.

Herr Mißfelder ist ein Politiker der neuen, jungen Generation. Ein Politiker der nach Macht und Einfluß strebt um seine Ideale einer Gesellschaft zu verwirklichen. Dies ist nichts Schlechtes. Politik ist, auf die Person reduziert, nichts weiter als das Streben nach Macht und Einfluß. Dienstwagen, Praktikantin und das Sagen haben. Träumen viele Männer davon.

Wie viele Politiker seiner Generation, gezeugt in der Zeit wuschiger Blumenbetten, übergelaufen zu der Sicherheit von Eigenheim und Einbauküche, was verständlich ist da der Mensch für sich und die Seinen nach Sicherheit strebt, suchen diese jungdynamischen Sternchen des Polithimmels nach Beute, auf die man ungestraft und von vielen toleriert einschlagen darf. “Bashing” mit der Rhetorikkeule von ganz oben und mit dem Applaus der Hinterbänkler und dem unsichtbaren, zustimmenden Nicken der Alten, grauhaarig weisen, Parteivorsitzenden.

Wieviel Moet Chandon, 30 Jahre alten Scotch oder feindestillierten Wodka müssen die Verantwortentlichen in ihre durstige Kehlen gekippt haben, die uns jetzt jeden weiteren Monat, ja fast jeden weiteren Tag, Milliarden kosten? Wieviele gute Zigarren wurden in Armani gebetteten Lungenflügeln verbrannt, wo es auch mit einer “Ernte23″ gut gereicht hätte, Steuergelder in wärmendes Feuer für Zocker zu verwandeln? Ohne dieser Zigarettenmarke Böses zu wollen!

Vielleicht genug um jedem HartzIVler einen Tankwagen voller Bier vor die Tür stellen zu können um das zu tun was die Politik so oder so tut: diese Menschen zu vergessen, auszugrenzen und  zu brandmarken.

Verbranntes Geld von Menschen die vielleicht bald von Hartz IV leben müssen, plötzlich keine Perspektive mehr haben am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben im gesunden Mass teilzunehmen. Von den 4,33 Euro, für eine als politisch gesund eingestufte Discounter Tagesration mal abgesehen. Bekommen diese dann auch gleich einen Mitgliedsausweis zum Club der anonymen Alkoholiker und eine Freipackung Camel als HartzIV Abwrackprämie? Wenn sie denn ihren Neuen wieder verkaufen?

Herr Mißfelder wird sich für seine Aussage nicht entschuldigen. Für seine weitere Karriere tut er gut daran. Zeigt es doch, dass er der härteste Kerl mit dem längsten Atem im finsteren Tal ist. Ganz ohne blaue Pillen. Das imponiert. Männlein wie Weiblein in der Partei und dem Fußvolk.

Kennen wir doch irgendwoher, dieses “Wir sind die besseren Menschen” Denken. Aber vielleicht sind es auch nur Wölfe die, für einen kurzen Moment, zuwenig Kreide geschluckt haben und ihr wahres Gesicht zeigen. Doch wo nur ist der Jäger, der uns vor diesen geifernden Mäulern beschützt?

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Ich bin bis 02.03 nicht am Platz. Neu-Kommentare werden erst dann frei geschaltet. Achtet bis dahin auf Wölfe.

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Neues vom apokalyptischen Reiter

Im Reiter Strip Nr. 76 – “Die Hölle sind wir!” gab es eine nette Kopfdribbel-Szene, die nicht nur mir gefallen hat. (Was habe ich nur für schadenfreudige Leser ;-) ). Deshalb dachte ich mir, an der Idee kann man arbeiten.

Heute also kleine, süße Dämonen, die gerne mit Kopf spielen obwohl dieser leicht weg”bruzzelt”. Reiter sei Dank, es gibt genügend Nachschub.

Euch ein schönes Wochenende und behaltet euren Kopf.

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Nächste Woche bin ich unterwegs und es wird deshalb nur einen Cartoon geben. Der nächste Reiter steht in 14 Tagen bereit (wirklich, Indianerehrenwort!)

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Modelleisenbahner immer öfter Suizid gefährdet!

Ich gestehe, es ist einfach sich über Dinge lustig zu machen, zu denen man(n) keinen Bezug hat. Ich habe mir die Eisenbahnwelt in der Speicherstadt von Hamburg angesehen. Tolle Sache zum gucken und staunen. Doch die Vorstellung, 100 Jahr im Keller unter einem Tisch rumzukriechen und Kabel zu verlegen, um eine Alpenlandschaft unter Neonlicht zu erschaffen – hat etwas gruseliges.

Und wenn man Gespräche unter HO-Spur Pros verfolgt (ja, auch ich kenne solche Menschen), geht es eigentlich nur um die 100 Prozent  korrekte Optik des Materials zum Original und wer den Grössten, äh, die perfekte und teuerste Lok hat. Immer ein deutliches Zeichen dafür, dass etwas nur noch alte Männer mit zuviel Zeit interessiert und auf dem absteigenden Ast ist.

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Neues vom apokalyptischen Reiter

Schwierige Zeiten erfordern Mut von Unternehmen. Und wenn es um Mut und Einsatzwillen geht, steht ein bekanntes, mittelständisches und global operierendes Unterwelt Unternehmen, an forderster Feuerfront. Unbeeindruckt von in Grüppchen zerfallenden Religionsgemeinschaften, bauen sie zielstrebig ihre Kernkompetenz im Dialog der Kulturen aus.

Ich wünsche ein schönes Wochenende und behaltet euren Kopf!

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Cartoons, Blogs und Communities

Vielen Dank an alle “Welcome Back” Glückwünsche! Es hat mich wirklich sehr gefreut, wie schnell sich die Kommentare und meine Statistik wieder gefüllt haben. Wobei letzterer werde ich zukünftig weniger Beachtung schenken.

Ich sehe mich (und meine Cartoons) nicht als echten Blogger. Dazu fehlt mir einfach die Zeit, um erkennbar mit anderen zu kommunizieren bzw. zu interagieren.

Deshalb habe ich meine Blogroll aufgegeben. Nicht, dass ich andere Blogs nicht Besuche, doch hinterlasse ich dort kaum verwertbare Spuren. Ich bin ein Sammler, Jäger und Leser! Von allem, was für eine Cartoon-Idee brauchbar sein könnte oder mich aus einem Kreativloch erlöst. Meine Blogroll war zum Ende hin nur ein erbärmlicher, operativ zu entfernender, Wurmfortsatz, ohne Sinn und Zweck. Weder für mich noch meine Leser.

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Tausende deutscher Frauen atmen auf …

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Ok. Es ist keine Pleite sondern Insolvenz. Und diese auch nicht, weil plötzlich Männer (oder vielleicht doch deren Frauen) kein Feinripp mehr kaufen, sondern aufgrund älterer Fehlinvestitionen, sprich Schulden, um das Unternehmen im Wettbewerb neu zu positionieren. Waren wahrscheinlich damals keine Feinripp-Entscheidungsträger, eher CK oder Tigertangas.

Sicher wird der Feinripp nicht untergehen. Irgendwann wird auch George Clooney von Paparrazzi in seinem Garten mit Feinripp auf der Sonnenliege erwischt werden, die Mädels werden seufzen und heimlich in den nächsten Wäscheladen spazieren. Sollte nur bald passieren, der Knabe wird ja auch nicht jünger.

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Neues vom apokalyptischen Reiter.

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Vielen Dank an Bea, René, Ghandi, Charles Dexter Ward, Palindrom und die vielen anderen, die meinen kalten Entzug ertragen haben. Und besonders an Xiongshui für den roten Düsseldorfer Löwen – mein Kater schläft gerne neben ihm :-)

Ich bleibe die Antwort für den kalten Entzug vorerst schuldig. Habt Spaß an meinem heutigen Reiter.

Euch eine erfolgreiche Woche. Behaltet euren Kopf und euren gesunden Menschenverstand!

Dieser Strip darf gerne an Freunde und Feinde versendet werden. Den Segen des Zeichners habt ihr. Mehr zum Thema Copyright, hier.

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