Spurlos verschwunden in Österreich.

24 Jahre in einem dunklen Kellerverlies. Vergewaltigt und versklavt. Mitten in Europa. Der Gemeinschaft von Staaten die sich gerne Kultur und den Schutz der Menschenwürde auf die Fahnen schreiben. Wie hoch ist die Dunkelziffer von Menschen die in dieser Gemeinschaft einfach so verschwinden? Willentlich oder gezwungen. Zählt Russland dazu, wo vor kurzem 14 junge Frauen von ihren Peinigern getötet und verscharrt wurden?

Die Behörden sahen keine Ansatzpunkte um Fragen zu stellen. Urplötzlich vor der Tür auftauchende Babys sind keine Ansatzpunkte, wenn europäische Paare die ein Kind adoptieren wollen ihr ganzes Leben den Behörden offenlegen müssen?

Mehr Überwachung? Eine einfache Fragestellung eines Finanzbeamten hätte den Stein ins rollen bringen können: Was ist eigentlich mit dieser Person? Wo zahlt sie ihre Steuern oder mit welcher Lebensgemeinschaft wird sie verrechnet? Es sind nicht die harten Jungs in den dunklen Anzügen die Leben retten können oder wenigstens die Wahrheit finden, es sind die Beamten die ihre Zahlen richtig lesen können und auch wollen.

24 Jahre versteckt. Vergessen und abgelegt von jeder Behörde. Wieviel buchhalterische Leistung und Zeit ist ein Staat bereit für ein Menschenleben zu geben? Scheinbar keine. Fällt dieses Leben durch das Raster ist er verloren und wird verscharrt. Von seinen Peinigern und denen die dieses Leben schützen sollten.

Spurlos verschwunden in Österreich

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7 Kommentare

Eingeordnet unter Politische-Cartoons

7 Antworten zu “Spurlos verschwunden in Österreich.

  1. Mit Kameras in jedem privaten Keller wäre das nicht passiert.

  2. Ja, eine traurige Geschichte die wiedermal zeigt, wie pervers ein menschliches Wesen sein könnte. Was mich besonderes aufregt, dass die Kinder, die dort im Keller geboren und gelebet habe, jeden neuen Geburt miterlebt und vielleicht sogar dabei geholfen haben! Furchtbar!!

  3. Der Finanzbeamte, wieso hätte er nachfragen sollen? Diese Schlussfolgerung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich denke einmal in diesem Fall trifft die Behörde (nach dem heutigen Wissensstand) keine Schuld, nur kann ich die Ehefrau und Mutter nicht verstehen, wie sie das zulassen konnte.

    Steven: „Es war ein Gedankengang um die Aussagen der Behörden in Frage zu stellen. Mein Finanzamt weiß eine Menge über mich, wie meine Bank, mein Steuerberater etc. Ich denke, wenn eine Behörde keine Zahlen jedweder Art mehr über einen Menschen findet, sollte sie nachhaken.“

  4. Das Böse verkörpert ein Ingenieur

    Tages-Anzeiger, Zürich, 29. 4.

    Bernhard Odehnal sieht Parallelen zwischen dem Inzestfall in Amstetten und den Verbrechen von Wolfgang

    Priklopil und Franz Fuchs. „Ist es nur Zufall, dass alles, was rund um den grauenhaften Inzestfall ans Tageslicht gelangt, so bekannt

    wirkt? Die Ähnlichkeiten zum Fall von Natascha Kampusch – und in einigen Details auch zu jenem des

    Briefbombers Franz Fuchs – sind kaum zu übersehen. Da sind die Einfamilienhäuser mit adrettem Garten

    und akkurat geschnittenen Thujahecken. Da sind die Täter: leicht verschrobene Elektrotechniker, Ingenieure

    sogar, die zwar unheimlich wirkten, sich aber hilfsbereit zeigten und immer nett grüssten.
    …“

    hmmm, … ich grüß dann halt nicht mehr ….

    mfg, ING. Roland Eitler

  5. LillY

    Weißt du wie viele Menschen jährlich vermisst werden? Wo es keine Spur gibt?
    Man hat jetzt übrigens in Ö. das Cold Case Management eingeführt, wo periodisch die Fälle Vermisster neu aufgerollt werden. Ob es mehr Aufklärung geben wird, das ist die Frage. Denn man kann sich in die irren Gedanken von Menschen nicht hineindenken. Wer hätte jemals gedacht, wozu der Mensch fähig ist?

    @Eitler: Genau, das macht es so schwierig, es sind äußerlich betrachtet, Menschen wie du und ich.

  6. Die Steuerbeamten mögen ja einiges wissen, aber wenn jemand *noch nie* Steuern gezahlt hat, woher sollen sie dann wissen, daß es diesen Menschen gibt?
    E. F. ist mit 18 Jahren eingesperrt worden. Das bedeutet nicht zwangsläufig, daß sie schon steuerlich bekannt war.
    Das „Schlimme“ daran ist, daß dieser Mensch eine „so gute“ Geschichte gebastelt hat. Ja, junge Leute schließen sich tatsächlich Sekten an. Ja, sie wollen dann manchmal wirklich keinen Kontakt mehr. Und ja, Kinder können auch an Verwandte „abgeschoben“ werden. Mit 18 ist man volljährig. Da sucht nicht mal die Polizei, wenn keine Anzeichen für ein Verbrechen vorliegen, denn mit 18 kann man selbst entscheiden, ob man geht oder bleibt.

    Um qualifiziert beurteilen zu können, wer wann was gemerkt haben müsste, kenne ich den Fall zu oberflächlich. Und darum bin ich mit Schuldzuweisungen vorsichtig.

    Salat

  7. <blockquoteWo zahlt sie ihre Steuern oder mit welcher Lebensgemeinschaft wird sie verrechnet?
    Also ich möchte wetten, daß es in Deutschland (Österreich kann ich weniger beurteilen) mehrere Millionen Erwachsene gibt, die steuerlich überhaupt nicht in Erscheinung treten.

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